Von 1994 bis 1995 fanden die Gottesdienste wieder in der Kirche des Krankenhauses an der Frondsbergstraße statt. Im Jahr 1995 hat die Tübinger Gemeinde die Möglichkeit bekommen, die kirchliche Ausstattung im Andachtsraum der ESG stehen zu lassen. Nach mehreren Monaten freiwilliges „Exil“ in der Klinikums-Kirche an der Frondsbergstrasse, wo auch die Gottesdienste noch vor der Gründung der orthodoxen Kirche in Tübingen stattgefunden haben, hat die Gemeinde beschlossen, zurück zum Schlatterhaus zu kehren. Der Pfarrer der evangelischen Studentengemeinde Herr Edel hat es erlaubt, den studentischen Andachtsraum mit Ikonen, Kerzenständer und Ikonostase einzurichten. Die Gemeindemitglieder (meist Studenten und Gastwissenschaftler aus der ehemaligen UdSSR und Rumänien), haben die Wände neu gestrichen, einen neuen Teppichboden gelegt und neue rote kirchliche Gewänder genäht. Pfarrer Mitrofan hat die ganze Renovierung organisiert und an allen Arbeiten sich unmittelbar mitbeteiligt. Er hat zusammen mit dem Hausmeister des Schlatterhauses eine Ikonostase gebaut. Speziell dafür hat Hilda die zwei großen Ikonen von Christus und der Gottesmutter aus dem Katharinen-Kloster am Berg Sinai mitgebracht.
Im selben Raum haben sich die evangelischen Studenten für ihre Andacht unter der Woche versammelt. Ihre Knie-Bänke lagen gestapelt hinter dem Kaminrohr. Und ein byzantinisches Taizé-Kreuz, das dieser Studentengemeinde gehörte, wurde als Zeichen der Freundschaft und Liebe aller Christen in der Mitte der Kapelle zur ständigen Verehrung freigelassen. Der Vorteil war, dass die Eingangstüren der Gebäude tagsüber geöffnet waren, weil dort ein Studentenwohnheim war, und dass die Räume in dem Gebäude oft vermietet waren für verschiedene Veranstaltungen. Lange Zeit war eine vegetarische Studentenmensa darin, dann die Tanzschule oder der Musikraum für den großen Studentenchor…
Jederzeit bestand die Möglichkeit für jeden Menschen, in die Kirche zu kommen und zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Die Evangelische Studentengemeinde verlangte mehrere Jahre kein Geld dafür. Erst später wurde ein kleiner Beitrag eingeführt.

Patrozinium der Gemeinde am 13.04.2003
Vorne sitzt Pfarrer Mitrofan, hinten von links nach rechts stehen Priester John (USA),
W. Kosyrev (Ukraina) Priester Paul Sohnle (BRD), Priestermönch Pavel Koch (Russland)
Der Inhalt
- Intro
- Vorgeschichte
- Geschichte der Gemeinde
- Anfang: Der Segen von Metropolit Antonij (Blum)
- Deutsch-Byzantinischer Chor TABOR als Ursprung und Grundlage der Gemeinde
- Gründung der orthodoxen Gemeinde Hl. Maria von Ägypten in Tübingen
- Gründung der Filialkapelle der Gemeinde in Wernau
- Gottesdienstpläne der ersten Jahre
- Deutsche Kirchen feiern 1000 Jahre Taufe Russlands. Historische Rolle der Tübinger orthodoxen Gemeinde in der Volksversöhnung. 1988
- Rückkehr ins Schlatterhaus. 1995
- Gründung der Gemeinde hll. Märtyrer Valentin und Pasikratus in Ulm
- Registrierung des Vereines der Tübinger orthodoxen Kirchengemeinde. 2007
- Archimandrit Mitrofan Hauser (1960 — 2021) Biographie
- Priester Paul Sohnle (1942-2008)
- Leben der Gemeinde während der „priesterlosen“ Jahre. 2008-2016
- Nach 15-jähriger Pause zelebriert Vater Mitrofan in Tübingen wieder
- Tod des Pfarrers im Jahr 2021