Gründung der Gemeinde hll. Märtyrer Valentin und Pasikratus in Ulm

Im Jahr 1994 beauftragte Bischof Feofan Vater Mitrofan eine orthodoxe Gemeinde in Ulm zu gründen. Die serbische Gemeinde überließ ihren Gottesdienstraum der russischen Kirche in der historischen Valentinskapelle, die zum Baukomplex des Ulmer Münsters gehört. Von diesem Zeitpunkt an fuhren alle aktiven Mitglieder, die meistens in Tübingen wohnten, regelmäßig gemeinsam mit dem Pfarrer nach Ulm, um dort alle Gottesdienste zu feiern und die Kirche mit orthodoxen Ikonen, Büchern, Kerzen, Tüchern, Schränken, Analogien und Elektroheizungen einzurichten.

Der allererste Gottesdienst wurde von Deutschen der Tübinger und Stuttgarter Gemeinde geleitet und durchgeführt: Vater Mitrofan, Lektor Christopher Pelzer mit seiner Familie, Regent Georg Lang und seine Familie, Hilda Püschel und das Ehepaar Hennings. Georg Lang, der mit seiner Frau Helena und den Kindern Reinhardt und Johannes regelmäßig aus Nürnberg anreiste, um den Kirchenchor der Stuttgarter Gemeinde zu leiten, wurde später der Priester der orthodoxen Kirche in Nürnberg zu Ehren der seligen Xenia.

 

Mit dem bischöflichen Segen hat Tatiana Volohonsky in Tübingen die Ikone der heiligen Patrone der Kirche gemalt, der Märtyrer Valentin und Pasikratus, sowie den Gottesdienst für diese Heiligen geschrieben.

Um die beiden anderen Gemeinden nicht zu vernachlässigen, hielt Vater Mitrofan dort am selben Tag etliche Gottesdienste: morgens in Tübingen oder Stuttgart zelebrierte er die Göttliche Liturgie und nachmittags in Ulm zelebrierte er die Typika. Oder andersherum.

Da er kein Einkommen aus seiner priesterlichen Tätigkeit hatte, musste er seinen Lebensunterhalt als Krankenpfleger in der medizinischen Praxis unter der Woche verdienen. Es dauerte so lange, bis die Ulmer Gemeinde mit Gottes Hilfe im Jahr 2001 stark genug geworden war, um selbständig leben zu können und einen eigenen Pfarrer Priestermönch Maxim Schmidt bekommen hat, mit dem Wohnsitz direkt in Ulm.

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